Batterie-Trolleybusse in Gdynia

Dies ist Anlass für einen Blick in Geschichte, Gegenwart und Zukunft des 76-jährigen Obussystems, das neben Gdynia auch das Seebad Sopot bedient, während in der südlich davon gelegenen größten Stadt des „Dreistadt“-Ballungsraumes, Gdansk/Danzig, keine Trolleybusse, dafür aber Straßenbahnen fahren. Der Fuhrpark des kommunalen Verkehrsbetriebs PKT Gdynia besteht aus über 100 Trolleybussen, mit denen pro Jahr über 5 Mio. Kilometer gefahren und dabei auf bis zu 15 Linien etwa 22 Millionen Fahrgäste befördert werden. Das Netz umfasst ca. 45 Kilometer elektrifizierte Strecken, doch seit 2015 werden systematisch Linien erweitert, indem die elektrischen Busse auf einen Bordenergiespeicher zurückgreifen. Dabei werden nicht nur neu beschaffte Obusse konsequent mit Batterien ausgestattet, die eine immer größer werdende Reichweite abseits der Fahrleitungen bieten, man legte auch ein Programm zur Ertüchtigung älterer Fahrzeuge mit neuen Batterien auf. Bemerkenswert ist ferner, dass noch etwa 15 % der Flotte aus Fahrzeugen bestehen, die vor einigen Jahren aus Diesel- oder Gasbussen umgerüstet wurden, um auf wirtschaftliche Weise schnell den Niederfluranteil am Fuhrpark zu steigern. Dabei entstanden auch zwei Trolleybusse auf Basis des Mercedes-Benz Citaro, der ab Werk nie als Obus geliefert wurde. In „stadtverkehr“ 9/2019 stellen wir den Obusbetrieb Gdynia ausführlich vor.

2019 09 SGIn der polnischen Hafenstadt Gdynia fahren neben modernsten Batterie-Trolleybussen auch noch Umbauten aus Diesel- und Gasbussen.     Aufnahme: S. Göbel

 

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