Regio-S-Bahnen: Beitrag zur Verkehrswende abseits der großen Verdichtungsräume?

[stadtverkehr 9/2022] Der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Deutschland ist in den Jahren nach der Regionalisierung, die im Zuge der Bahnreform zum 1. Januar 1996 in Kraft getreten ist, von den seitdem zuständigen Ländern stetig verbessert worden. Prägend für die Angebotsgestaltung sind heute landesweite Stundentakte, die oft auch schon zeit- und/oder abschnittsweise weiter verdichtet sind und zumeist über die Abendstunden und an den Wochenenden durchgehalten werden. Die ebenfalls im Zuge der Bahnreform durch Zusammenschluss der Deutschen Bundesbahn und der Deutschen Reichsbahn gegründete Deutsche Bahn AG hatte kurz zuvor (1995) mit dem Angebot „Schönes Wochenende Ticket“ eine bundesweite Marketinginitiative zur Förderung des SPNV angestoßen, die auf außerordentlich hohe Resonanz bei der Bevölkerung gestoßen war. Die damaligen Erkenntnisse zur Nachfrageentwicklung zeigten, dass nach dem Flatrate-Prinzip gestaltete und hinsichtlich ihrer Nutzungsbedingungen maximal vereinfachte Tarife geeignet sind, die Nachfrage weit jenseits aller bislang vorliegenden Erfahrungen zu steigern. Eine weitere entscheidende Erfolgsvoraussetzung für den SPNV sind gute Verknüpfungen mit dem (Zubringer-)Busverkehr sowie Bike+Ride und Park+Ride.





